Erfahren Sie alles Wichtige rund um E-Mobilität und das Elektroauto-Abo. Von grundlegenden Begriffen wie AC (Wechselstrom) und DC (Gleichstrom) über Abo-Begriffe wie Inklusivkilometer und Mindestlaufzeit bis hin zu bidirektionalem Laden und der Emissionsbilanz über den Lebenszyklus deckt unser Glossar ein breites Spektrum ab.
A
AC – Wechselstrom (Alternating Current)
AC, oder Wechselstrom, ist elektrischer Strom, der seine Richtung periodisch ändert. Das Stromnetz liefert Wechselstrom. Zum Laden der Fahrzeugbatterie wandelt das Ladegerät im Fahrzeug ihn in Gleichstrom (DC) um.
AC/DC
AC/DC bezieht sich auf den Wechsel zwischen Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC). Elektrofahrzeuge nutzen AC für das Laden an herkömmlichen Steckdosen oder AC-Ladestationen, während DC-Schnellladestationen direkt die Batterie mit Gleichstrom laden.
Ampere
Ampere (A) ist die Maßeinheit für elektrischen Strom. In der E-Mobilität bestimmt die Amperezahl, wie schnell ein Elektrofahrzeug geladen werden kann.
Ampere-Stunden (Ah)
Ampere-Stunden ist eine Maßeinheit, die verwendet wird, um die elektrische Ladung zu quantifizieren, die eine Batterie speichern kann. Sie gibt an, wie lange eine Batterie einen bestimmten Strom abgeben kann, bevor sie entladen ist.
Anode
Die Anode ist die Elektrode, an der beim Entladen Elektronen an den äußeren Stromkreis abgegeben werden. In Lithium-Ionen-Batterien ist sie damit der negative Pol. Sie besteht typischerweise aus Kohlenstoff, meist Graphit, in den sich beim Laden Lithium-Ionen einlagern.
Antriebsbatterie (Traktionsbatterie)
Die Antriebsbatterie, auch Traktionsbatterie genannt, ist der Akku, der die Energie für den Antrieb eines Elektrofahrzeugs speichert. Ihre Kapazität und Leistung sind entscheidend für die Reichweite und Leistung des Fahrzeugs.
Aufbau eines Elektroautos
Der Aufbau eines Elektroautos unterscheidet sich von dem eines Verbrenners durch den Einsatz eines Elektromotors, einer Antriebsbatterie und einer Leistungselektronik, die den Motor steuert. Diese Komponenten ersetzen Verbrennungsmotor und Kraftstofftank; ein Schaltgetriebe brauchen die meisten Elektroautos nicht.
Autonomes Fahren
Autonomes Fahren bezieht sich auf die Technologie, die es Fahrzeugen ermöglicht, ohne menschliche Eingriffe zu fahren. Dies wird durch den Einsatz von Sensoren, Kameras und künstlicher Intelligenz erreicht, die die Umgebung erfassen und Entscheidungen treffen.
Autopilot
Autopilot ist ein Fahrassistenzsystem, das bestimmte Fahraufgaben wie Lenken, Beschleunigen und Bremsen automatisch übernehmen kann. Es ist ein Schritt auf dem Weg zum vollständig autonomen Fahren.
AVAS – Acoustic Vehicle Alerting System
AVAS ist ein System, das künstliche Geräusche erzeugt, um Fußgänger auf die Anwesenheit von leisen Elektrofahrzeugen aufmerksam zu machen. Es dient der Sicherheit im Straßenverkehr.
B
Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine, tragbare Photovoltaikanlage, die an Balkongeländern angebracht werden kann, um Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, zur Energiewende beizutragen.
Batterielebensdauer
Die Batterielebensdauer bezeichnet die Zeitspanne, in der eine Batterie effektiv funktioniert und ihre Kapazität beibehält. In Elektrofahrzeugen hängt sie von verschiedenen Faktoren wie Ladezyklen, Temperatur und Nutzung ab.
Batteriezusammensetzung
Die Zusammensetzung einer Batterie bezieht sich auf die Materialien, aus denen ihre Anode, Kathode und der Elektrolyt bestehen. In Elektroautos werden hauptsächlich Lithium-Ionen-Batterien verwendet, die für ihre hohe Energiedichte und Langlebigkeit bekannt sind.
Bereitstellungsgebühr
Die Bereitstellungsgebühr ist eine einmalige Gebühr, die manche Anbieter von Auto-Abos zu Beginn des Vertrags verlangen, etwa für Zulassung und Übergabe des Fahrzeugs. Ob und in welcher Höhe sie anfällt, unterscheidet sich je nach Anbieter; die Konditionen sehen Sie im Anbieter-Vergleich.
BEV – batterieelektrisches Fahrzeug (Battery Electric Vehicle)
BEV steht für reine Elektrofahrzeuge, die ausschließlich von einer Batterie angetrieben werden. Sie stoßen im Betrieb keine Abgase aus und sind eine Schlüsseltechnologie für die Reduktion von CO2-Emissionen im Verkehr.
Bidirektionales Laden
Bidirektionales Laden ermöglicht es Elektrofahrzeugen, Strom nicht nur aufzunehmen, sondern auch wieder abzugeben, etwa ins Hausnetz oder ins Stromnetz. Diese Technologie unterstützt das Energiemanagement und kann zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen; mehr dazu unter Vehicle To Grid (V2G).
BMS – Batteriemanagementsystem
Das Batteriemanagementsystem ist ein elektronisches System, das Leistung, Temperatur und Ladezustand der Batterie in Elektrofahrzeugen überwacht und regelt, um ihre Sicherheit und Lebensdauer zu maximieren.
Brennstoffzelle
Eine Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie durch die chemische Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff. Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) nutzen diese Technologie für einen lokal emissionsfreien Antrieb.
C
CCS – Combined Charging System
Das Combined Charging System (CCS) ist ein Ladestandard für Elektrofahrzeuge, der AC- und DC-Laden in einem Anschluss vereint. In Europa ist CCS der Standard für das Schnellladen mit Gleichstrom.
CHAdeMO
CHAdeMO ist ein Schnellladestandard für Elektrofahrzeuge, der ursprünglich in Japan entwickelt wurde. Er ermöglicht das schnelle Aufladen der Fahrzeugbatterie mit hoher Leistung. CHAdeMO ist einer von mehreren am Markt etablierten Ladestandards und wird weltweit in vielen öffentlichen Ladestationen unterstützt.
ChaoJi
ChaoJi ist ein neuer, internationaler Ladestandard für Elektrofahrzeuge, der höhere Ladeleistungen und eine bessere Kompatibilität zwischen verschiedenen Fahrzeugmarken und -modellen ermöglicht.
CO2
CO2, oder Kohlendioxid, ist ein Treibhausgas, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Elektrofahrzeuge stoßen im Betrieb kein CO2 aus; wie stark sie die Emissionen insgesamt senken, hängt auch davon ab, wie der Ladestrom erzeugt wird.
CO2-Fußabdruck von Elektroautos
Der CO2-Fußabdruck von Elektroautos umfasst die Emissionen, die während ihrer Produktion, Nutzung und Entsorgung entstehen. Trotz der Emissionen bei der Batterieherstellung haben Elektroautos im Laufe ihres Lebenszyklus oft eine bessere CO2-Bilanz als Verbrennungsfahrzeuge.
CPO – Ladepunktbetreiber (Charge Point Operator)
Ein Ladepunktbetreiber ist ein Unternehmen oder eine Organisation, die Ladestationen für Elektrofahrzeuge betreibt und wartet. Er stellt die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Ladeinfrastruktur sicher.
CVT – stufenloses Getriebe
Das stufenlose Getriebe (CVT) ist eine Art von Automatikgetriebe, das einen nahtlosen Übergang durch ein unbegrenztes Verhältnis von Getriebestufen ermöglicht, um die Effizienz des Fahrzeugs zu optimieren.
D
DC – Gleichstrom (Direct Current)
DC, oder Gleichstrom, ist eine Art von elektrischem Strom, der in einer konstanten Richtung fließt. In der E-Mobilität wird er für das Schnellladen von Elektrofahrzeugbatterien verwendet.
Drehmoment
Drehmoment ist eine Kraft, die die Drehbewegung eines Objekts beeinflusst. Bei Elektrofahrzeugen wird das Drehmoment direkt vom Elektromotor erzeugt, was für eine schnelle Beschleunigung sorgt.
Drehzahl (U/min)
Die Drehzahl gibt die Anzahl der Umdrehungen pro Minute (U/min, englisch rpm) an. Mit ihr wird unter anderem beschrieben, wie schnell sich ein Elektromotor dreht.
E
Easter Egg
Easter Eggs sind versteckte Funktionen oder Witze, die von den Entwicklern in die Software von Elektrofahrzeugen eingebaut werden. Sie dienen als Überraschung für die Nutzer und zeigen oft den humorvollen Charakter des Herstellers.
Eco-Modus
Der Eco-Modus ist ein Fahrmodus in Elektrofahrzeugen, der darauf abzielt, die Energieeffizienz zu maximieren und den Stromverbrauch zu minimieren. Dies geschieht durch die Anpassung der Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und anderer energieintensiver Funktionen.
Effizienzklasse und CO2-Klasse
Früher wies das Pkw-Label eine Effizienzklasse aus, in die auch das Fahrzeuggewicht einfloss. Seit 2024 ordnet das Label Neuwagen stattdessen in CO2-Klassen von A bis G ein, die sich allein nach dem CO2-Ausstoß richten. Klasse A steht für 0 Gramm CO2 je Kilometer; reine Elektroautos liegen deshalb in Klasse A.
Einphasiges Laden
Einphasiges Laden nutzt nur eine Phase des Wechselstromnetzes, wie sie an jeder Haushaltssteckdose anliegt. Elektroautos laden einphasig mit begrenzter Leistung, typischerweise bis zu 7,4 kW, was für das nächtliche Laden zu Hause oft ausreicht. Dreiphasig an einer Wallbox sind höhere Leistungen möglich.
Elektrofachbetrieb
Ein Elektrofachbetrieb installiert Ladepunkte wie Wallboxen fachgerecht und übernimmt in der Regel auch die vorgeschriebene Anmeldung beim Netzbetreiber. Was dabei zu beachten ist, steht unter Laden zu Hause.
Elektromobilitätsanbieter (EMP, eMSP)
Ein Elektromobilitätsanbieter schließt mit Ihnen den Ladevertrag, etwa über eine Ladekarte oder App, und rechnet die Ladevorgänge ab. Über Roaming können Sie so an Ladepunkten vieler Betreiber laden. Die Ladepunkte selbst betreibt der Ladepunktbetreiber (CPO).
Emissionsbilanz über den Lebenszyklus
Die Emissionsbilanz über den Lebenszyklus eines Elektrofahrzeugs umfasst alle Emissionen, die von der Produktion über die Nutzung bis hin zur Entsorgung des Fahrzeugs entstehen. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Umweltverträglichkeit.
Energieeffizienz und Reichweitenmessung
Die Energieeffizienz und Reichweitenmessung bei Elektrofahrzeugen gibt an, wie effizient das Fahrzeug Energie in Mobilität umwandelt und wie weit es mit einer vollen Batterieladung fahren kann.
EPA
Die Environmental Protection Agency (EPA) ist eine US-amerikanische Umweltschutzbehörde, die Standards für die Emissions- und Energieeffizienz von Fahrzeugen festlegt, einschließlich der Reichweitenmessung für Elektrofahrzeuge.
Erhaltungsladung
Die Erhaltungsladung ist ein langsamer Ladevorgang, der eine Batterie über längere Zeit auf ihrem Ladezustand hält, ohne sie zu überladen. Sie ist besonders nützlich für Fahrzeuge, die längere Zeit stehen.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich natürlich erneuern, wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Reduktion von CO2-Emissionen und sind zentral für den Betrieb von Elektrofahrzeugen mit grünem Strom.
F
Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation (V2V)
Die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation ermöglicht den direkten Datenaustausch zwischen Fahrzeugen, um Informationen über ihre Geschwindigkeit, Position und andere relevante Daten zu teilen, die die Verkehrssicherheit und die Effizienz verbessern können.
Festkörperbatterie
Festkörperbatterien verwenden anstelle eines flüssigen Elektrolyts einen festen Stoff. Sie versprechen eine höhere Energiedichte, längere Lebensdauer und bessere Sicherheitseigenschaften als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien.
Formel E
Die Formel E ist eine Rennserie für Elektrofahrzeuge, die darauf abzielt, die Entwicklung von Elektrofahrzeugtechnologien voranzutreiben und das öffentliche Interesse an der Elektromobilität zu steigern.
Förderprogramme für Elektroautos
Förderprogramme für Elektroautos sind staatliche oder regionale Maßnahmen, die den Kauf und Betrieb von Elektrofahrzeugen durch finanzielle Anreize, wie Zuschüsse oder Steuervorteile, unterstützen.
Frunk (vorderer Kofferraum)
Der Frunk ist ein Staufach im vorderen Teil einiger Elektrofahrzeuge, das durch den Wegfall des herkömmlichen Verbrennungsmotors möglich wird. Er bietet zusätzlichen Stauraum.
G
GB/T
GB/T ist ein chinesischer Standard für das Laden von Elektrofahrzeugen, der technische Spezifikationen für Steckverbinder, Kommunikationsprotokolle und Ladeprozesse festlegt.
Gesteuertes Laden (Smart Charging)
Beim gesteuerten Laden werden Ladevorgänge anhand von Stromtarifen, Netzbelastung und dem Bedarf des Fahrzeughalters zeitlich und in der Leistung angepasst. So lassen sich Energiekosten senken und das Stromnetz entlasten.
Gigafactory
Die Gigafactory ist eine Bezeichnung für besonders große Fabriken, die von Tesla Inc. geprägt wurde, um die Massenproduktion von Elektrofahrzeugbatterien und -komponenten zu beschreiben.
H
HEV – Hybrid Electric Vehicle
Ein Hybrid Electric Vehicle (HEV) kombiniert einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor, um die Effizienz zu verbessern und den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen zu reduzieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Hybridfahrzeugen.
HPC – High Power Charging
High Power Charging (HPC) bezeichnet besonders leistungsstarkes Schnellladen mit Gleichstrom, an entsprechenden Säulen mit bis zu 350 kW. Wie schnell ein Fahrzeug dort tatsächlich lädt, hängt vor allem von seiner maximalen Ladeleistung ab.
I
ICE – Internal Combustion Engine
ICE steht für Internal Combustion Engine, auf Deutsch Verbrennungsmotor. Dieser Motor erzeugt Antriebskraft durch die Verbrennung von Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel. Im Gegensatz zu Elektromotoren stoßen Verbrennungsmotoren CO2 und andere Schadstoffe aus, was zur Luftverschmutzung und zum Klimawandel beiträgt.
ICEd (zugeparkter Ladeplatz)
ICEd ist ein Begriff aus der Elektromobilität und beschreibt die Situation, in der eine Ladestation für Elektrofahrzeuge von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor blockiert wird. Dies verhindert, dass Elektrofahrzeugbesitzer ihre Autos aufladen können und ist besonders in Gebieten mit begrenzter Ladeinfrastruktur problematisch.
Induktives Laden
Induktives Laden, auch kabelloses Laden genannt, ermöglicht das Aufladen von Elektrofahrzeugen ohne direkten elektrischen Kontakt. Dabei wird Energie über ein magnetisches Feld zwischen einer Bodenplatte und einer Empfangsspule im Fahrzeug übertragen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zum induktiven Laden.
Infrastruktur für Elektroautos
Die Infrastruktur für Elektroautos umfasst alle Einrichtungen und Dienstleistungen, die für das Laden und den Betrieb von Elektrofahrzeugen notwendig sind. Dazu gehören Ladestationen, Wartungsdienste und Informationsnetzwerke. Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist entscheidend für die Akzeptanz und Verbreitung der Elektromobilität.
Inklusivkilometer
Inklusivkilometer sind die Kilometer, die im monatlichen Preis eines Auto-Abos enthalten sind, meist als Kontingent pro Monat oder Jahr. Wer mehr fährt, zahlt Mehrkilometer. Wie groß die Pakete sind, vergleichen Sie im Anbieter-Vergleich.
Inverter (Wechselrichter)
Ein Inverter, oder Wechselrichter, ist ein Gerät, das Gleichstrom (DC) aus der Batterie eines Elektrofahrzeugs in Wechselstrom (AC) umwandelt, der dann den Elektromotor antreibt. Inverter spielen eine zentrale Rolle bei der Effizienz und Leistung von Elektrofahrzeugen, da sie die Stromversorgung des Motors regeln.
J
J1772-Stecker (Typ 1)
Der J-Stecker J1772, auch bekannt als SAE J1772 oder einfach als Typ 1-Stecker, ist ein Standardstecker für das Laden von Elektrofahrzeugen in Nordamerika. Er ermöglicht das Aufladen mit Wechselstrom und ist mit den meisten Elektrofahrzeugen und Ladestationen in den USA und Kanada kompatibel.
K
Kabelloses Laden
Kabelloses Laden, auch induktives Laden genannt, ermöglicht das Aufladen von Elektrofahrzeugen ohne direkte Kabelverbindung. Eine Ladeplatte erzeugt ein magnetisches Feld, das durch Induktion Strom in einer Empfängerspule im Fahrzeug erzeugt und so die Batterie lädt. Diese Technologie bietet Komfort, erfordert jedoch eine präzise Positionierung des Fahrzeugs.
Kapazitätsverlust der Batterie über Zeit
Der Kapazitätsverlust der Batterie über Zeit beschreibt die natürliche Abnahme der Speicherfähigkeit einer Batterie. Bei Elektrofahrzeugen führt dies dazu, dass die maximale Reichweite mit der Zeit abnimmt. Faktoren wie Ladeverhalten, Temperatur und Nutzungshäufigkeit beeinflussen die Geschwindigkeit dieses Prozesses.
Kathode
Die Kathode ist die zweite Elektrode einer Batterie. In Lithium-Ionen-Batterien ist sie der positive Pol: Beim Entladen wandern Lithium-Ionen zu ihr und lagern sich ein, beim Laden verlassen sie die Kathode wieder in Richtung Anode. Material und Beschaffenheit der Kathode sind entscheidend für Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Batterie.
Kontaktloses Bezahlen
Kontaktloses Bezahlen ermöglicht die Bezahlung von Ladevorgängen an Ladestationen ohne physischen Kontakt, meist per Nahfeldkommunikation (NFC) mit einer Bankkarte oder einem Smartphone.
Kritische Rohstoffe für Batterieherstellung
Kritische Rohstoffe für die Batterieherstellung, wie Lithium, Kobalt, Nickel und Graphit, sind für die Leistung von Elektroauto-Batterien entscheidend. Seltene Erden stecken dagegen vor allem in den Magneten vieler Elektromotoren. Ihre Gewinnung ist oft mit ökologischen und sozialen Herausforderungen verbunden, was die Suche nach nachhaltigeren Alternativen vorantreibt.
L
Ladekurve
Die Ladekurve zeigt, mit welcher Leistung ein Elektroauto bei welchem Ladestand lädt. Typisch ist, dass die letzten Prozent eines Ladevorgangs deutlich länger dauern als die ersten, weil das Fahrzeug die Ladeleistung zur Schonung der Batterie reduziert, je voller sie wird.
Laden in lastschwachen Zeiten
Gemeint ist das Laden von Elektrofahrzeugen zu Zeiten, in denen die Nachfrage nach Strom gering ist, typischerweise nachts. Mit einem passenden Stromtarif kann das Kosten sparen und das Stromnetz entlasten.
Laden zu Hause
Laden zu Hause bezieht sich auf das Laden von Elektrofahrzeugen in der eigenen Garage oder am eigenen Stellplatz, meist über eine Wallbox, die schneller und sicherer lädt als eine Haushaltssteckdose. Was Sie dafür brauchen, lesen Sie unter Wallbox-Voraussetzungen.
Ladesäulenverordnung
Die Ladesäulenverordnung regelt den Ausbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Sie definiert technische Standards, Zugänglichkeit und Abrechnungsmethoden, um die Kompatibilität und Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten und den Ausbau der Elektromobilität zu fördern.
Lastmanagement beim Laden (Smart Grid Integration)
Lastmanagement beim Laden, auch Smart Grid Integration genannt, bezeichnet die intelligente Steuerung der Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Nachfrage nach Strom. Ziel ist es, die Netzstabilität zu gewährleisten und erneuerbare Energien optimal zu nutzen.
Leasing
Leasing bietet die Möglichkeit, ein Elektroauto für einen festgelegten Zeitraum zu nutzen, ohne es zu kaufen. Sie binden sich dabei für die vereinbarte Laufzeit, häufig mehrere Jahre; am Ende wird das Fahrzeug zurückgegeben. Versicherung und Wartung zahlen Sie meist separat. Wie sich Leasing vom Auto-Abo unterscheidet, lesen Sie im Vergleich E-Auto-Abo oder Leasing.
Lithium-Ionen-Batterie (Li-Ion)
Lithium-Ionen-Batterien sind wiederaufladbare Batterien, die elektrische Energie durch den Austausch von Lithium-Ionen zwischen Anode und Kathode speichern. Sie sind die am häufigsten verwendete Batterietechnologie in Elektrofahrzeugen und zeichnen sich durch hohe Energiedichte, lange Lebensdauer und geringe Selbstentladung aus. Sie enthalten allerdings kritische Rohstoffe.
Ludicrous Mode
Der Ludicrous Mode ist eine Fahrzeugeinstellung bei einigen Tesla-Modellen, die eine maximale Beschleunigung ermöglicht. Durch die Freigabe zusätzlicher Leistung aus der Batterie können diese Fahrzeuge in rekordverdächtiger Zeit von 0 auf 100 km/h beschleunigen.
M
Mehrkilometer
Mehrkilometer sind Kilometer, die Sie mit einem Abo- oder Leasingfahrzeug über das vereinbarte Kontingent hinaus fahren. Sie werden meist mit einem festen Preis je Kilometer abgerechnet, der je nach Anbieter unterschiedlich hoch ist; vergleichen können Sie ihn im Anbieter-Vergleich.
Mildhybrid
Ein Mildhybrid ist ein Fahrzeug mit einem geringfügig elektrifizierten Antriebssystem, das den Verbrennungsmotor unterstützt, aber nicht allein elektrisch fahren kann. Mildhybride reduzieren den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen, bieten jedoch nicht die volle Bandbreite der Elektromobilität.
Mindestlaufzeit
Die Mindestlaufzeit ist die kürzeste Dauer, für die Sie einen Abo- oder Leasingvertrag abschließen. Bei Auto-Abos reicht sie je nach Anbieter von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren; manche Abos verlängern sich danach monatlich, bis Sie kündigen. Die Laufzeiten der Anbieter finden Sie im Anbieter-Vergleich.
Mobilitätsdienstleistungen (E-Carsharing, geteilte Fahrten)
Mobilitätsdienstleistungen wie E-Carsharing und geteilte Fahrten bieten Zugang zu Elektrofahrzeugen auf geteilter Basis. Nutzer können Fahrzeuge für kurze Zeit mieten oder Fahrten teilen, was die Notwendigkeit eines eigenen Autos reduziert und zur Reduktion von Verkehr und Emissionen beitragen kann.
N
NEFZ – Neuer Europäischer Fahrzyklus
Der Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ, englisch NEDC) war ein Testverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen von Fahrzeugen in Europa. In der EU wurde er für alle Neufahrzeuge ab September 2018 durch das realitätsnähere WLTP-Verfahren abgelöst.
Netzbetreiber
Der Netzbetreiber betreibt das örtliche Stromnetz. Eine Wallbox muss ihm vor der Inbetriebnahme gemeldet werden; ab 12 Kilovoltampere braucht sie zusätzlich seine Zustimmung.
Netzstabilität und erneuerbare Energien
Netzstabilität bezieht sich auf die Fähigkeit des Stromnetzes, Schwankungen in Angebot und Nachfrage auszugleichen. Die Integration erneuerbarer Energien stellt Herausforderungen für die Netzstabilität dar, da diese oft volatil sind. Smart Grids und Energiespeicher spielen eine wichtige Rolle, um diese Herausforderungen zu bewältigen.
NiCad – Nickel Cadmium
Nickel-Cadmium-Batterien sind wiederaufladbare Batterien, bekannt für ihre Robustheit und lange Lebensdauer. Aufgrund von Umweltbedenken und dem Vorhandensein giftigen Cadmiums wurden sie in vielen Anwendungen durch umweltfreundlichere Technologien wie Lithium-Ionen-Batterien ersetzt.
Normalladen (AC)
Normalladen bezeichnet das Laden von Elektrofahrzeugen mit Wechselstrom und geringerer Leistung, typischerweise bis 22 kW. Es findet meist zu Hause oder am Arbeitsplatz über längere Zeit statt und reicht für den täglichen Energiebedarf in der Regel aus.
Notlaufmodus
Viele Elektroautos schalten bei fast leerer Batterie in einen Notlaufmodus, der die Leistung begrenzt, damit Sie mit der Restenergie die nächste Ladestation erreichen. Manche Hersteller zeigen dabei ein Schildkrötensymbol, daher der englische Spitzname „Turtle Mode“.
O
Ohm – Widerstand
Ohm ist die Maßeinheit für den elektrischen Widerstand. Der Widerstand bestimmt, wie viel Strom durch ein Material bei einer gegebenen Spannung fließen kann. Im Kontext von Elektrofahrzeugen spielt der Widerstand eine Rolle bei der Effizienz der Energieübertragung und -nutzung.
Open Charge Alliance (OCA)
Die Open Charge Alliance ist ein globales Konsortium von öffentlichen und privaten Unternehmen der Ladeinfrastruktur, das offene Kommunikationsstandards für das Laden von Elektrofahrzeugen entwickelt und fördert, darunter das Open Charge Point Protocol (OCPP).
Open Charge Point Interface (OCPI)
Das Open Charge Point Interface ist ein offenes Protokoll für den Datenaustausch zwischen Ladepunktbetreibern und Elektromobilitätsanbietern. Es unterstützt Funktionen wie Roaming, Reservierungen und transparente Abrechnung.
Open Charge Point Protocol (OCPP)
Das Open Charge Point Protocol ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen Ladestationen für Elektrofahrzeuge und zentralen Managementsystemen. OCPP ermöglicht die Fernwartung, Überwachung und Steuerung von Ladepunkten.
Open Smart Charging Protocol (OSCP)
Das Open Smart Charging Protocol ist ein Protokoll, das entwickelt wurde, um die intelligenten Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen zu optimieren. Es ermöglicht die Anpassung der Ladevorgänge an die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie und die Kapazität des Stromnetzes.
P
PHEV – Plug-In Hybrid Electric Vehicle
Plug-In Hybrid Electric Vehicles sind Fahrzeuge, die sowohl über einen Elektromotor als auch über einen Verbrennungsmotor verfügen und extern aufgeladen werden können. PHEVs können kurze bis mittlere Distanzen rein elektrisch fahren und nutzen für längere Strecken den Verbrennungsmotor.
PAYG – Ad-hoc-Laden (Pay As You Go)
Beim Ad-hoc-Laden bezahlen Sie einen Ladevorgang direkt an der Ladesäule, ohne Vertrag mit einem Anbieter, und zahlen nur für die tatsächlich geladene Energie. Das ist besonders praktisch für Gelegenheitsnutzer öffentlicher Ladestationen.
PBV – Purpose Built Vehicle
Purpose Built Vehicles sind speziell für bestimmte Anwendungen oder Nutzergruppen entwickelte Fahrzeuge. Im Kontext der Elektromobilität können dies zum Beispiel Lieferfahrzeuge oder Taxis sein, die von Grund auf als Elektrofahrzeuge konzipiert wurden.
PEM – Proton Exchange Membrane
Die Proton Exchange Membrane, auch bekannt als Polymer-Elektrolyt-Membran, ist ein Schlüsselelement in Brennstoffzellen, die in einigen Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. PEM ermöglicht den Transport von Protonen vom Anoden- zum Kathodenraum, während Elektronen Strom erzeugen.
Pkw-Label (Verbrauchs- und CO2-Kennzeichnung)
Das Pkw-Label informiert beim Neuwagenkauf über Energieverbrauch, CO2-Emissionen und Energiekosten. Seit 2024 ordnet es Fahrzeuge in CO2-Klassen von A (0 Gramm CO2 je Kilometer) bis G ein; reine Elektroautos liegen in Klasse A. Für sie nennt das Label außerdem Stromverbrauch und elektrische Reichweite.
Plug & Charge
Plug & Charge ermöglicht das automatische Starten des Ladevorgangs bei Elektrofahrzeugen, sobald sie mit einer Ladestation verbunden sind, ohne dass eine weitere Authentifizierung notwendig ist. Die Identifikation und Abrechnung erfolgt automatisch über das Fahrzeug und die Ladestation.
Powerwall
Die Powerwall ist ein wandmontierter Heimspeicher für elektrische Energie von Tesla. Er speichert Strom aus dem Netz oder von Solarmodulen und stellt ihn bei Bedarf zur Verfügung, zum Beispiel zum Laden von Elektrofahrzeugen.
ProPilot (Nissan)
ProPilot ist ein fortschrittliches Fahrerassistenzsystem von Nissan, das Funktionen wie automatisches Lenken, Beschleunigen und Bremsen unter bestimmten Bedingungen bietet. Es unterstützt den Fahrer im Stau und auf Autobahnen, um das Fahren sicherer und komfortabler zu machen.
Q
Quadricycle (vierrädriges Leichtfahrzeug)
Ein Quadricycle ist ein vierrädriges Fahrzeug, das leichter und weniger leistungsstark als herkömmliche Autos ist. Elektrische Quadricycles bieten eine umweltfreundliche Alternative für die städtische Mobilität mit geringeren Geschwindigkeiten und Reichweiten.
R
Range Extender
Ein Range Extender ist ein kleiner Verbrennungsmotor in einigen Elektrofahrzeugen, der über einen Generator Strom für die Batterie erzeugt, um die Gesamtreichweite des Fahrzeugs zu erhöhen. Er wird aktiviert, wenn die Batterie einen niedrigen Ladestand erreicht. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Range Extender.
Recycling von Batterien
Das Recycling von Batterien befasst sich mit der umweltfreundlichen Rückgewinnung und Wiederverwendung von Materialien aus ausgedienten Elektrofahrzeugbatterien. Dies trägt zur Reduzierung von Abfall und zur Schonung natürlicher Ressourcen bei.
Regeneratives Bremsen
Regeneratives Bremsen ist ein Verfahren, bei dem die kinetische Energie des Fahrzeugs beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und zurück in die Batterie gespeist wird. Dies erhöht die Effizienz und die Reichweite des Elektrofahrzeugs. Mehr dazu unter Rekuperation.
Reichweite
Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs gibt an, wie weit es mit einer vollständig geladenen Batterie unter durchschnittlichen Bedingungen fahren kann. Die Reichweite ist abhängig von Faktoren wie Fahrstil, Topografie und Außentemperatur.
Reichweiten- und Effizienzmessung
Reichweiten- und Effizienzmessung bei Elektrofahrzeugen bezieht sich auf standardisierte Verfahren zur Bestimmung von Reichweite und Energieverbrauch. In der EU gilt dafür das WLTP-Verfahren, das realitätsnähere Werte liefert als der frühere NEFZ.
Reichweitenangst
Reichweitenangst bezeichnet die Sorge, dass die Batterie nicht ausreicht, um das Ziel oder eine Ladestation zu erreichen. Sie kann die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen beeinträchtigen. Wie Sie ihr begegnen, lesen Sie in unserem Ratgeber Reichweitenangst überwinden.
Reichweitengewinn pro Ladestunde
Der Reichweitengewinn pro Ladestunde gibt an, wie viele Kilometer Reichweite eine Stunde Laden bringt. Er hilft, die Ladegeschwindigkeit verschiedener Ladepunkte einzuschätzen.
REx – Range-extended EV
Ein Range-extended Electric Vehicle ist ein Elektrofahrzeug mit einem zusätzlichen Range Extender, meist einem kleinen Verbrennungsmotor, der elektrische Energie zur Verlängerung der Reichweite erzeugt.
RFID-Ladekarte
RFID-Ladekarten (Radio-Frequency Identification) werden verwendet, um sich an Ladestationen für Elektrofahrzeuge anzumelden. Durch einfaches Vorhalten der Karte an das Lesegerät wird der Ladevorgang freigegeben.
Roaming beim Laden
Über Roaming können Sie mit einer Ladekarte oder App an Ladepunkten vieler verschiedener Betreiber laden, ohne mit jedem einen eigenen Vertrag abzuschließen. Möglich machen das Roaming-Plattformen, die Ladepunktbetreiber und Elektromobilitätsanbieter verbinden.
S
Schnellladen (DC)
Beim Schnellladen fließt Gleichstrom mit hoher Leistung direkt in die Batterie; besonders leistungsstarke Säulen (HPC) liefern bis zu 350 kW. Wie schnell ein Fahrzeug lädt, begrenzen vor allem seine maximale Ladeleistung und seine Ladekurve. Schnellladen eignet sich besonders für kurze Pausen auf langen Fahrten.
Second-Life-Batterien
Als Second Life bezeichnet man die Weiterverwendung von Elektroauto-Batterien nach ihrem Einsatz im Fahrzeug. Da diese Batterien oft noch eine erhebliche Restkapazität besitzen, können sie in stationären Energiespeichern eingesetzt werden. Das schont Ressourcen und verlängert den Lebenszyklus der Batterien.
Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Sie bei einem Versicherungsschaden selbst tragen. Bei Auto-Abos ist die Versicherung meist im Preis enthalten; die Höhe der Selbstbeteiligung legt der Anbieter fest, bei manchen lässt sie sich gegen Aufpreis senken. Die Konditionen vergleichen Sie im Anbieter-Vergleich.
Sicherheitsaspekte von Elektrobatterien
Sicherheitsaspekte von Elektrobatterien umfassen den Schutz vor Überhitzung, Kurzschlüssen und Beschädigungen, die zu Bränden oder chemischen Leckagen führen können. Moderne Batteriemanagementsysteme überwachen ständig Temperatur, Spannung und den Ladungszustand, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit zu maximieren.
Smart Meter (intelligenter Stromzähler)
Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die den Energieverbrauch zeitnah erfassen und übermitteln. Sie ermöglichen eine detaillierte Überwachung des Stromverbrauchs und sind wichtig für das gesteuerte Laden, weil sich Ladevorgänge damit an Tarife und Netzbelastung anpassen lassen.
SoC – Ladezustand (State of Charge)
SoC (State Of Charge) beschreibt den aktuellen Ladungszustand einer Batterie, ausgedrückt in Prozent. Es gibt an, wie viel Energie in der Batterie im Vergleich zu ihrer maximalen Kapazität gespeichert ist. Ein korrektes Management des SoC ist entscheidend für die Lebensdauer und Effizienz von Batterien.
Solardachziegel
Solardachziegel sind Bauelemente, die sowohl die Funktion von Dachziegeln übernehmen als auch Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Sie können zur Energieversorgung von Elektrofahrzeugen genutzt werden, indem sie Strom direkt am Wohnort erzeugen.
Superkondensator
Superkondensatoren, auch Ultrakondensatoren genannt, sind Energiespeicher, die sehr schnell große Mengen an Energie aufnehmen und abgeben können. Sie können die Batterietechnik in Elektrofahrzeugen ergänzen, indem sie beispielsweise Energie aus Bremsvorgängen kurzzeitig speichern und für schnelle Beschleunigungen bereitstellen.
T
Tesla Supercharger-Netz
Das Tesla Supercharger-Netz ist ein weltweites Netz von Schnellladestationen, das Tesla ursprünglich für die eigenen Fahrzeuge aufgebaut hat. Seit 2022 öffnet Tesla in Deutschland Standorte schrittweise auch für Elektroautos anderer Marken; freigeschaltet und bezahlt wird über die Tesla-App.
Thermomanagement von Batterien
Das Thermomanagement von Batterien ist entscheidend, um die optimale Betriebstemperatur der Batteriezellen zu gewährleisten. Ein effektives Thermomanagement verbessert die Leistung, Effizienz und Lebensdauer der Batterie, indem es Überhitzung vermeidet und bei niedrigen Temperaturen für eine angemessene Wärmezufuhr sorgt.
Total Cost of Ownership (TCO) bei Elektroautos
Die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtkosten, umfassen alle Kosten, die über die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs anfallen: Anschaffung, Betrieb, Wartung, Wertverlust und Stromkosten. Elektrofahrzeuge können aufgrund geringerer Betriebs- und Wartungskosten niedrigere Gesamtkosten haben als Verbrennungsfahrzeuge. Bei einem Auto-Abo sind viele dieser Posten in der Monatsrate enthalten; mehr dazu unter Vor- und Nachteile von Elektroauto-Abos.
Transistor
Ein Transistor ist ein elektronisches Bauelement, das zur Verstärkung und Schaltung von elektrischen Signalen dient. In der Elektromobilität spielen Transistoren eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Elektromotoren und der Effizienz von Leistungselektronik in Fahrzeugen.
Treibhausgase
Treibhausgase, wie CO2, tragen zur globalen Erwärmung bei. Elektrofahrzeuge, die mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden, helfen, die Emissionen von Treibhausgasen im Verkehrssektor zu reduzieren und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz.
Typ 1-Stecker
Der Typ 1-Stecker ist ein Ladesteckertyp, der hauptsächlich in Nordamerika und einigen asiatischen Ländern verwendet wird. Er ist nur für einphasiges Laden ausgelegt, mit bis zu 7,4 kW.
Typ 2-Stecker
Der Typ 2-Stecker ist der Standardladestecker in Europa und unterstützt sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Laden. Das ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 43 kW mit Wechselstrom; er passt an die meisten öffentlichen Ladestationen. Alle Stecker im Überblick finden Sie im Ratgeber Steckertypen.
U
Umweltprämie und Kaufanreize
Umweltprämien und Kaufanreize sind finanzielle Anreize, die von Regierungen und Institutionen angeboten werden, um den Kauf und die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu fördern. Diese können Subventionen, Steuervorteile oder Zuschüsse umfassen, die den Erwerb von Elektroautos attraktiver machen.
V
V2X (Vehicle to Everything) Kommunikation
V2X steht für „Vehicle to Everything“ und bezeichnet eine Technologie, die es Fahrzeugen ermöglicht, mit ihrer Umgebung zu kommunizieren. Dazu gehören andere Fahrzeuge, Fußgänger, Infrastrukturen und das Stromnetz. Diese Kommunikation dient der Sicherheit, Effizienz und dem Komfort, indem sie beispielsweise Unfälle vermeidet, den Verkehrsfluss verbessert und das autonome Fahren unterstützt.
Vehicle To Grid (V2G)
Vehicle To Grid beschreibt die Technologie, die es Elektrofahrzeugen ermöglicht, ihre gespeicherte Energie zurück ins Stromnetz zu speisen. Dies kann in Spitzenlastzeiten geschehen, um das Netz zu stabilisieren. V2G kann so zu einer nachhaltigeren Energieversorgung beitragen und Fahrzeughaltern finanzielle Vorteile bieten. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur V2G-Technologie.
Vehicle To Home (V2H)
Vehicle To Home ist eine Technologie, die es ermöglicht, die in Elektrofahrzeugen gespeicherte Energie für den Hausgebrauch zu nutzen. Dadurch können Haushalte in Zeiten hoher Strompreise oder Stromausfälle autark agieren. V2H unterstützt die Energieeffizienz und trägt zu einer optimierten Nutzung erneuerbarer Energien bei.
Vehicle To Load (V2L)
Vehicle To Load ermöglicht es Elektrofahrzeugen, ihre Energie direkt an externe Verbraucher abzugeben. Dies kann für das Betreiben von elektrischen Geräten wie Laptops, Handys oder sogar größeren Geräten auf Campingtrips oder bei Outdoor-Veranstaltungen genutzt werden. V2L erweitert somit die Nutzungsmöglichkeiten von Elektroautos über den Transport hinaus.
Volt [V]
Volt ist die Maßeinheit für elektrische Spannung. Sie beschreibt die Differenz des elektrischen Potenzials zwischen zwei Punkten und ist ein wesentlicher Faktor für die Leistungsfähigkeit elektrischer Geräte, einschließlich Elektrofahrzeugen. Die Spannung eines Elektroautoakkus hat direkten Einfluss auf dessen Reichweite und Ladezeit.
W
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe in Elektroautos dient der effizienten Temperierung des Innenraums. Sie nutzt Wärme aus der Umgebung und je nach System auch Abwärme des Fahrzeugs und braucht dadurch weniger Strom als eine rein elektrische Heizung. Das steigert die Reichweite, besonders bei Kälte; mehr dazu unter Elektroauto im Winter.
Wasserstoff
Wasserstoff ist ein Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge. Bei seiner Umwandlung in elektrische Energie entsteht im Fahrzeug als einziges Nebenprodukt Wasser, sodass diese Fahrzeuge lokal emissionsfrei fahren.
Watt
Watt ist die Einheit der Leistung im Internationalen Einheitensystem (SI) und gibt an, wie viel Energie pro Zeiteinheit umgesetzt wird. Bei Elektrofahrzeugen wird die Leistung des Motors oft in kW (Kilowatt) angegeben, wobei 1 kW 1000 Watt entspricht. Die Leistung bestimmt, wie schnell ein Fahrzeug beschleunigen kann.
wBMS – Wireless Battery Management System
Das Wireless Battery Management System (wBMS) ist eine innovative Technologie zur Überwachung und Verwaltung von Batteriezellen in Elektrofahrzeugen ohne Kabelverbindungen. Es verbessert die Zuverlässigkeit, vereinfacht die Montage und ermöglicht eine flexible Gestaltung des Batteriepacks. wBMS trägt zu Effizienzsteigerung und Kostenreduktion bei der Batterieherstellung bei.
Wertverlust
Wertverlust bezeichnet die finanzielle Entwertung eines Elektroautos über die Zeit. Faktoren wie Laufleistung, Zustand, technologische Fortschritte und Marktbedingungen beeinflussen den Wertverlust. Elektrofahrzeuge können einen anderen Wertverlauf als Verbrennerfahrzeuge aufweisen, oft beeinflusst durch die Entwicklung der Batterietechnologie und staatliche Förderungen.
Wh/kg – Watt-Stunde pro Kilogramm
Wh/kg steht für Watt-Stunde pro Kilogramm und ist eine Maßeinheit, die die Energiedichte von Batterien beschreibt. Sie gibt an, wie viel Energie eine Batterie bei einem Gewicht von einem Kilogramm speichern kann. Eine höhere Energiedichte bedeutet, dass das Fahrzeug bei gleichem Gewicht eine größere Reichweite erzielen kann.
Wh/L – Watt-Stunde pro Liter
Wh/L ist die Maßeinheit für die volumetrische Energiedichte von Batterien und gibt an, wie viel Energie pro Liter Volumen gespeichert werden kann. Diese Maßeinheit hilft, die Effizienz und das Potenzial verschiedener Batterietechnologien zu vergleichen, insbesondere im Hinblick auf die Integration in Elektrofahrzeuge.
WLTP
WLTP steht für „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“. In der EU müssen seit September 2018 alle Neufahrzeuge nach diesem Verfahren zertifiziert sein, das Verbrauch, CO2-Emissionen und Reichweite von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf dem Prüfstand misst. Die Werte sind realitätsnäher als beim früheren NEFZ, im Alltag aber nicht immer erreichbar. Mehr dazu unter WLTP-Testverfahren.
Z
ZEV – Zero Emission Vehicle
ZEV steht für „Zero Emission Vehicle“ und bezeichnet Fahrzeuge, die keine lokalen Emissionen wie CO2 oder Schadstoffe ausstoßen. Elektrofahrzeuge und Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge fallen unter diese Kategorie. ZEVs spielen eine wichtige Rolle in der Reduktion der Umweltbelastung und der Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte.
Zero-Emission-Zonen
Zero-Emission-Zonen sind Bereiche, in denen nur Fahrzeuge ohne lokale Emissionen fahren dürfen. Diese Zonen werden eingerichtet, um die Luftqualität in städtischen Gebieten zu verbessern und den Übergang zu nachhaltigeren Transportmitteln zu fördern. Elektrofahrzeuge und andere emissionsfreie Fahrzeuge erhalten oft bevorzugten Zugang oder Vorteile in diesen Bereichen.
Zwischenladen
Zwischenladen bezeichnet das gelegentliche Nachladen der Batterie, etwa beim Einkaufen, um den Ladezustand auf einem komfortablen Niveau zu halten. Das kann die Reichweitenangst verringern und sicherstellen, dass stets genügend Energie für unvorhergesehene Fahrten da ist.
Zahlen
12V
12V bezieht sich auf das übliche Spannungsniveau von herkömmlichen Blei-Säure-Batterien in Fahrzeugen, die für das Starten des Motors, Beleuchtung und andere elektrische Systeme verwendet werden. Bei Elektrofahrzeugen wird diese Spannungsebene oft für das Bordnetz genutzt, während die Hauptantriebsbatterie eine deutlich höhere Spannung hat.
800V
800V bezeichnet ein hohes Spannungsniveau, das in einigen Elektrofahrzeugen für das Antriebssystem verwendet wird. Diese höhere Spannung ermöglicht eine schnellere Energieübertragung und somit kürzere Ladezeiten sowie eine verbesserte Leistung des Fahrzeugs. Fahrzeuge mit 800V-Technologie setzen neue Maßstäbe in der Elektromobilität.