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Elektroauto, Hybrid oder Verbrenner: die Antriebe im Vergleich

Wer ein Auto sucht, wählt heute zwischen drei Antriebsarten: Elektroauto, Hybrid und Verbrenner. Sie unterscheiden sich in Technik, Energieverbrauch, Kfz-Steuer und Förderung. Davon hängt auch ab, ob sich Kauf, Leasing oder Abo für Sie eher lohnt. Dieser Vergleich erklärt die Unterschiede, ordnet die verschiedenen Hybridarten ein und zeigt, was das Abo als dritter Weg neben Kauf und Leasing bietet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elektroautos fahren lokal ohne Abgase und nutzen Energie deutlich besser: Das Bundesumweltministerium nennt 64 % Wirkungsgrad einschließlich Ladeverlusten, beim Benziner gut 20 %.
  • »Hybrid« ist ein Sammelbegriff. Mild- und Vollhybride lassen sich nicht extern laden, nur Plug-in-Hybride.
  • Plug-in-Hybride stoßen im Alltag laut EU-Kommission im Schnitt das 3,5-Fache ihres Normwerts an CO₂ aus, weil sie seltener elektrisch gefahren werden als angenommen.
  • Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035. Hybride und Verbrenner nicht.
  • Die E-Auto-Förderung 2026 gibt es für Kauf und Leasing neuer Elektroautos, für Plug-in-Hybride nur unter zusätzlichen Bedingungen und bei Zulassung bis 30. Juni 2027. Im Abo erhalten Sie sie in der Regel nicht.
  • Im Abo sind Versicherung, Wartung und Steuer meist in der Rate enthalten, dafür gelten Kilometergrenzen und je nach Anbieter einmalige Gebühren.

Die drei Antriebsarten im Überblick

Elektroauto: Ein Elektroauto fährt ausschließlich mit Elektromotoren. Die Energie stammt aus einer Batterie, die Sie an der Steckdose, an einer Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule laden. Beim Bremsen arbeitet der Motor als Generator und speist Energie in die Batterie zurück; mehr dazu im Ratgeber Rekuperation.

Hybrid: Ein Hybridauto kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Wie viel der Elektromotor leistet und ob sich die Batterie von außen laden lässt, hängt von der Bauart ab. Die Unterschiede erklärt der nächste Abschnitt.

Verbrenner: Ein Auto mit Benzin- oder Dieselmotor tanken Sie an der Tankstelle. Es stößt im Betrieb Abgase aus und nutzt nur einen kleinen Teil der Energie im Kraftstoff für den Antrieb.

Hybrid ist nicht gleich Hybrid: Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid

Alle Hybridautos haben einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Sie unterscheiden sich in der Größe der Batterie, in der Strecke, die sie rein elektrisch fahren, und darin, ob Sie sie an einer Steckdose laden können. Die Richtwerte des ADAC:

BauartBatterie (ca.)Rein elektrischExtern laden
Mildhybrid (MHEV)1 bis 2 kWhpraktisch nicht, unterstützt beim Anfahrennein
Vollhybrid (HEV)1 bis 4 kWh100 bis 1.000 Meternein
Plug-in-Hybrid (PHEV)12 bis 40 kWhbis 200 kmja
Range Extender (REEV)20 bis 70 kWhbis 350 kmja

Mildhybrid (MHEV)

Der Mildhybrid ist laut ADAC die einfachste Form der Hybridisierung. Ein kleiner Elektromotor mit bis zu 48 Volt unterstützt den Verbrennungsmotor, vor allem beim Anfahren und Beschleunigen. Rein elektrisch fährt ein Mildhybrid praktisch nicht, und an eine Steckdose lässt er sich nicht anschließen.

Vollhybrid (HEV)

Ein Vollhybrid kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem stärkeren Elektromotor. Kurze Strecken fährt er rein elektrisch, laut ADAC bis etwa 50 km/h. Extern laden lässt er sich nicht: Seine Batterie füllt sich während der Fahrt, auch durch Energie, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. Die Energie stammt damit letztlich immer aus dem Kraftstoff.

Plug-in-Hybrid (PHEV)

Ein Plug-in-Hybrid hat eine deutlich größere Batterie, die Sie per Kabel am Stromnetz laden. Mit voller Batterie fährt er eine Strecke rein elektrisch, laut ADAC je nach Modell bis zu 200 km. Ist die Batterie leer oder die Strecke länger, übernimmt der Verbrennungsmotor, und das Auto stößt Abgase aus wie ein Verbrenner.

Entscheidend ist, wie oft Sie laden. Die EU-Kommission hat Verbrauchsdaten aus dem Alltag ausgewertet: Bei Plug-in-Hybriden lagen die realen CO₂-Emissionen im Schnitt beim 3,5-Fachen der Typgenehmigungswerte. Als Hauptgrund nennt sie, dass die Fahrzeuge seltener geladen und elektrisch gefahren werden als angenommen. Ein Plug-in-Hybrid lohnt sich also nur, wenn Sie ihn regelmäßig laden.

Range Extender (REEV)

Beim Elektroauto mit Range Extender treibt immer der Elektromotor die Räder an. Ein kleiner Verbrennungsmotor erzeugt nur Strom für die Batterie und hat im Normalfall keine direkte Verbindung zu den Antriebsrädern. Mehr dazu im Ratgeber Range Extender.

Effizienz und Umweltbilanz

Beim Energieverbrauch liegt das Elektroauto klar vorn. Der Wirkungsgrad eines Benzinmotors liegt laut Bundesumweltministerium bei üblicher Fahrweise nur bei gut 20 %. Ein Elektroauto erreicht einschließlich der Verluste beim Laden und bei der Bereitstellung des Stroms 64 %. Hybride liegen dazwischen: Der Elektroanteil senkt den Kraftstoffverbrauch, ersetzt ihn aber nicht.

Bei der Klimabilanz über die ganze Lebensdauer sind laut Umweltbundesamt Elektroautos, die 2020 zugelassen wurden, etwa 40 % klimafreundlicher als Pkw mit Benzinmotor. Die Herstellung der Batterie verursacht zwar mehr Treibhausgase, und zwar umso mehr, je größer die Batterie ist. Die Einsparungen im Betrieb übersteigen diesen Mehraufwand laut Umweltbundesamt aber deutlich.

Wie gut die Bilanz ausfällt, hängt auch vom Strom ab. In einigen Umweltkategorien schneidet das Elektroauto heute noch schlechter ab, was das Umweltbundesamt größtenteils auf die noch fossile Stromerzeugung zurückführt. Nach einer Umstellung auf ein erneuerbares Stromsystem liegt es laut Umweltbundesamt bei allen untersuchten Umweltwirkungen vor dem Verbrenner.

Reichweite, Tanken und Laden im Alltag

Verbrenner sowie Mild- und Vollhybride tanken Sie an jeder Tankstelle in wenigen Minuten. Ein Elektroauto laden Sie am bequemsten dort, wo es ohnehin steht, etwa zu Hause oder beim Arbeitgeber. Auf langen Strecken planen Sie Ladestopps an Schnellladesäulen ein. Wie das im Alltag funktioniert und was es kostet, erklärt der Ratgeber Elektroauto laden.

Wie weit ein Elektroauto mit einer Ladung kommt, hängt von Batteriegröße, Tempo und Temperatur ab und unterscheidet sich je Modell stark. Ein Plug-in-Hybrid nimmt Ihnen die Planung von Ladestopps auf langen Strecken ab, fährt dann aber mit dem Verbrennungsmotor.

Kfz-Steuer und Förderung

Kfz-Steuer

Reine Elektroautos sind nach § 3d Kraftfahrzeugsteuergesetz von der Kfz-Steuer befreit, wenn sie zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden. Die Befreiung gilt zehn Jahre ab der Erstzulassung, längstens bis zum 31. Dezember 2035. Als Elektrofahrzeug gilt dabei nur ein Fahrzeug mit Antrieb ausschließlich durch Elektromotoren. Hybride einschließlich Plug-in-Hybriden und Verbrenner zahlen Kfz-Steuer.

E-Auto-Förderung 2026

Der frühere Umweltbonus ist beendet: Seit dem 18. Dezember 2023 nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) keine Anträge mehr an. Seit 2026 gibt es eine neue Förderung für Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Die Basisförderung beträgt 3.000 € für reine Elektroautos und 1.500 € für Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range Extender; diese müssen zusätzliche klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen und bis zum 30. Juni 2027 zugelassen werden. Gefördert werden Neufahrzeuge, die gekauft oder geleast und ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen werden.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von höchstens 80.000 €. Mit Kindern steigt die Grenze, bei zwei oder mehr Kindern auf 90.000 €. Den Antrag stellt der Halter, und das Fahrzeug muss mindestens 36 Monate auf ihn zugelassen sein. Die genauen Voraussetzungen stehen beim BAFA. Was das für Abo-Kunden bedeutet, erklärt der Ratgeber Förderung und Steuer im Auto-Abo.

Kauf, Leasing oder Abo im Vergleich

Neben dem Antrieb entscheidet die Art der Finanzierung über Ihre Kosten. Die Tabelle stellt die drei Wege gegenüber. Preise für Kauf und Leasing nennt sie nicht, weil sie je Modell und Händler stark schwanken. Die Abo-Preise stammen von den Anbietern und gelten für das jeweils günstigste geprüfte Elektroauto.

MerkmalKaufLeasingAbo
StartKaufpreis oder Finanzierungje nach Vertrag mit oder ohne Sonderzahlungkeine Anzahlung; je nach Anbieter einmalige Gebühren, z. B. 1.500 € Bereitstellung bei FINN, keine Startgebühr bei Stellantis & You
Bindungkeine Laufzeit; beim Wechsel verkaufen Sie selbstfeste Laufzeit laut Vertragvon monatlich kündbar (eFlat, nextmove) bis fest 3, 6 oder 12 Monate (SIXT+) bzw. mindestens 6 Monate (FINN)
Versicherung, Wartung, Steuerzahlen Sie selbstzahlen Sie in der Regel selbstmeist in der Rate enthalten, Umfang je Anbieter
Wertverlust und Verkauftragen Sieje nach Vertragsartträgt der Anbieter
Kfz-Steuerbefreiung Elektroautoja, für Sie als Halterja, sie hängt am FahrzeugSteuer ist bei den meisten Anbietern ohnehin in der Rate
E-Auto-Förderung 2026ja, für Neufahrzeugeja, für Neufahrzeugein der Regel nein, gefördert werden nur Kauf und Leasing
Elektroauto im Monatabhängig von Preis und Finanzierungabhängig von Vertragab 99 € plus 99 € eFlat-Paket (eFlat), ab 299 € (FINN, FAAREN), ab 379 € (nextmove), ab 399 € (Stellantis & You), ab 444 € (SIXT+)

Kauf

Beim Kauf gehört das Auto Ihnen. Sie tragen den Wertverlust, haben aber keine Laufzeit und keine Kilometergrenze. Beim neuen Elektroauto oder Plug-in-Hybrid können Sie die E-Auto-Förderung 2026 beantragen, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Leasing

Beim Leasing zahlen Sie eine Monatsrate für die vereinbarte Laufzeit und geben das Auto danach zurück. Auch geleaste Neufahrzeuge sind förderfähig. Versicherung und Wartung schließen Sie in der Regel zusätzlich ab. Wie sich Leasing und Abo im Detail unterscheiden, zeigt der Ratgeber E-Auto-Abo oder Leasing.

Abo

Im Abo zahlen Sie eine Monatsrate, in der bei den geprüften Anbietern meist Versicherung, Wartung, Zulassung und Kfz-Steuer enthalten sind. Den Strom zahlen Sie selbst. Die Laufzeiten sind kürzer als beim Leasing, aber nicht überall monatlich kündbar: eFlat und nextmove sind monatlich kündbar, FINN bindet Sie mindestens sechs Monate, SIXT+ fest drei, sechs oder zwölf Monate. Hinzu kommen je nach Anbieter einmalige Gebühren. Die Förderung erhalten Sie im Abo in der Regel nicht: Gefördert werden nur Kauf und Leasing, und der Antragsteller muss 36 Monate als Halter in der Zulassungsbescheinigung stehen; im Abo ist aber in der Regel der Anbieter als Halter eingetragen.

Für Elektroautos ist das Abo besonders naheliegend, denn so testen Sie den Antrieb, ohne sich festzulegen. nextmove bietet ausschließlich Elektroautos an, bei FAAREN lassen sie sich im Katalog gezielt filtern. Was ein Abo genau umfasst, erklärt der Ratgeber Was ist ein Elektroauto-Abo?; alle Anbieter mit Laufzeiten und Preisen finden Sie in der Anbieter-Übersicht.

Welcher Antrieb passt zu Ihnen?

  • Elektroauto: wenn Sie zu Hause oder beim Arbeitgeber laden können und Ihre Strecken überwiegend planbar sind. Sie profitieren von der Steuerbefreiung, beim Kauf oder Leasing gegebenenfalls von der Förderung.
  • Plug-in-Hybrid: nur, wenn Sie ihn regelmäßig laden und die meisten Fahrten elektrisch schaffen. Wer selten lädt, fährt ihn überwiegend mit dem Verbrennungsmotor.
  • Mild- oder Vollhybrid: wenn Sie keine Lademöglichkeit haben und trotzdem etwas Kraftstoff sparen möchten. Wie viel, hängt stark von Ihrem Fahrprofil ab.
  • Verbrenner: wenn Laden für Sie dauerhaft nicht infrage kommt. Sie verzichten dann auf Steuerbefreiung und Förderung.
  • Noch unsicher: Ein Elektroauto-Abo mit kurzer Laufzeit zeigt Ihnen im Alltag, ob der Antrieb zu Ihnen passt.

Häufige Fragen

Gilt die Kfz-Steuerbefreiung auch für gebrauchte Elektroautos?

Ja, wenn sie noch nicht abgelaufen ist. Die Befreiung wird je Fahrzeug nur einmal gewährt und läuft zehn Jahre ab der Erstzulassung, längstens bis Ende 2035. Wechselt der Halter, geht der Rest der Befreiung auf den neuen Halter über.

Gibt es die E-Auto-Förderung 2026 auch für Gebrauchtwagen?

Nein. Das BAFA fördert ausschließlich Neufahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen werden. Einen Antrag vor der Zulassung können Sie nicht stellen.

Bekommt ein Plug-in-Hybrid ein E-Kennzeichen?

Unter Bedingungen ja. Nach dem Elektromobilitätsgesetz muss der Plug-in-Hybrid höchstens 50 Gramm CO₂ je Kilometer ausstoßen oder rein elektrisch mindestens 40 Kilometer weit kommen. Das Gesetz tritt nach heutigem Stand mit Ablauf des 31. Dezember 2026 außer Kraft. Mehr dazu im Ratgeber E-Kennzeichen.

Wird ein Elektroauto mit Range Extender wie ein Plug-in-Hybrid gefördert?

Ja. Die E-Auto-Förderung 2026 sieht für Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range Extender dieselbe Basisförderung von 1.500 € vor, für reine Elektroautos 3.000 €. Beide müssen zusätzlich klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen und bis zum 30. Juni 2027 zugelassen werden.

Fazit

Das Elektroauto ist der effizienteste der drei Antriebe, fährt lokal ohne Abgase und ist bei Erstzulassung bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Hybride sind keine einheitliche Klasse: Mild- und Vollhybride sparen etwas Kraftstoff, lassen sich aber nicht laden, und ein Plug-in-Hybrid hält, was er verspricht, nur wenn Sie ihn regelmäßig laden. Der Verbrenner bleibt die Wahl für alle, die nicht laden können, verzichtet aber auf Steuervorteil und Förderung. Ob Sie kaufen, leasen oder abonnieren, entscheidet vor allem, wie lange Sie sich binden wollen und ob Sie die Förderung nutzen können.

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